"Lokales aus Eidelstedt – Eimsbüttel – Stellingen" 6/2004, Mai 2004:

Musikschule muss Spaß machen

Langenfelde (py). Steigert die Beherrschung eines Musikinstrumentes die geistigen Fähigkeiten? Dirk Möller als Vizepräsident des deutschen Pianistenverbandes mag das nicht ganz ausschließen. Als Leiter einer "EDV- und Musikschule" am Nieland 10 sieht er das allenfalls als einen positiven Nebeneffekt. "Musikschule muss Spaß machen, und die Schüler sollen etwas lernen", sagt der 34-jährige. Gitarre, Klavier, Keyboard und Schlagzeug werden unterrichtet. "Nach Harfe wird selten gefragt", so Möller. Kinder ab sechs Jahren, Jugendliche und Erwachsene lernen den Umgang mit den Instrumenten in kleinen Gruppen oder auch im Einzelunterricht. Langfristig sind auch Schülerkonzerte geplant.
Dabei greifen Möller und drei weitere Lehrer gern auch auf den Computer zurück. "Mit den verschiedenen Programmen lässt sich etwa zeigen, welche Note tatsächlich gespielt wurde. Der Schüler erhält seine Fehler gleich ausgedruckt", erklärt Möller. Klassik und Pop stehen im Lehrplan.
Auch die Kompositionslehre kann über den Computer vermittelt werden. Der moderne Unterricht berücksichtigt so einen aktuellen Trend. "Zuhause wird ja heute nicht mehr so intensiv geübt wie noch vor Jahren." So besitzt Möller auch ein Leuchttastenpiano: Eine Leuchtdiode zeigt die zu drückende Taste an. Von traditionellen Klavierlehrern wird dieses Gerät nicht gern gesehen. "Kinder finden es aber gut." Und wenn die Begeisterung erst geweckt ist, stellt sich der Rest ein.


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